Kultautos aus Deutschland

Man muss ja gar nicht in die größten Lexika der Automobilgeschichte in Deutschland schauen, um einige der größten Knaller und Kultwagen zu kennen. Zu offensichtlich war beispielsweise die Party um den Opel Manta, zu oft wurde der Smart als Spielkiste verspottet und der BMW 850i als Waffe verunglimpft, so dass jeder Kenner und die meisten Laien solche Autos kennen dürften. Aber was gab es sonst noch an Besonderheiten und warum werden manche Modelle immer noch weitgehend unverändert gebaut?

Autoindustrie zwischen Ost und West

Auch Ostdeutschland, also die sozialistische DDR, hatte den Autobau als durchaus wichtiges Industriezweig, allerdings waren die Marken Trabant, Wartburg und Co angesichts des ständigen Materialmangels und veralteter Produktionsanlagen oft nicht mit den Westprodukten zu vergleichen. Während VW, Daimler und BMW immer schon viel Geld verdienen und den Kunden zufrieden stellen wollten, war das Auto im Osten eher eine Art Belohnung für die Werktätigen, die zum einen viele Jahre warten und zum anderen nicht immer das gewünschte Modell bekamen. Offenbar war das Auto in der DDR als individuelles, also vom Kollektiv relativ unabhängiges Medium, von der Parteispitze nicht gern gesehen und dies im Zusammenspiel mit Planwirtschaft und mangelndem Material führte zu einem von Vornherein verlorenen Wettlauf mit der Automobilindustrie im Westen Deutschlands.

Luxusmarken und Dauerbrenner

Aber klar, der ostdeutsche Trabant ist Mega Kult, aus Pappe gebaut und mit etwas Pflege sicher auch heute noch fast unverwüstlich. Auch den Wartburg wollen wir hier noch dazuzählen, das war schließlich die einzige echte Limousine, die in der DDR jemals hergestellt wurde und damit durchaus ein Platzwunder, das mehr Leute transportieren konnte als der Trabi.

Im Westen hingegen schuf Opel mit den Modellen Manta, Kapitän und Rekord C echte Kultfahrzeuge, die heute noch für Liebhaber der ganz große Stolz in der Garage sind. Allerdings ist einschränkend zu sagen, dass vor allem die Marken Kapitän und Rekord C aus den 50er und 60er Jahren stammen, zur Zeit des Wirtschaftswunders also, und später konnte Opel nie wieder zu einer solchen Dominanz werden, wie das damals der Fall war. Viele Leute nennen außerdem die G Klasse von Mercedes als Traumauto und sicher hat das einmal mit der genuin kantigen, robusten, den Einsatz in Matsch und Schnee gerade ausstrahlenden Form zu tun und auch wenn diese Autos Benzin besonders durstig trinken, ist die Produktion bis heute wenn auch in veränderter Form aufrechterhalten worden.

Superschnelle Oberklasse: Nicht zu vergessen ist selbstverständlich der 911er von Porsche, gern auch als Turbo. Zweisitzer, Bremsen aus Carbon, dazu der Esprit von Rasse und Eleganz, sportlicher Oberluxus eben und dem kann sich kein Autofan entziehen. Ein Grund übrigens, warum diese Porsche Wagen recht wenig Wertverlust verzeichnen und auch nach langen Jahren in Gebrauch immer noch einen stolzen Preis aufweisen.